Zum Autogipfel erklärt Julian Joswig MdB, Berichterstatter der Grünen Bundestagsfraktion für Industriepolitik im Ausschuss für Wirtschaft und Energie:
„Merz und Klingbeil reden von Klimazielen, aber stellen das Verbrenner-Aus ab 2035 in Frage – das ist widersprüchlich und verantwortungslos. Wer jetzt zurückrudert, gefährdet nicht nur die Klimaziele, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der deutschen Autoindustrie.
Die EU hat längst eine klare Linie: Pkw-Emissionen sollen bis 2030 um 55 Prozent sinken, ab 2035 dürfen nur noch emissionsfreie Fahrzeuge neu zugelassen werden. Das ist die Voraussetzung, damit Europa bis 2050 klimaneutral wird.
Der Gipfel hat jedoch gezeigt: Diese Koalition ist sich uneinig und hat keinen Plan, wie es weitergehen soll. Merz inszeniert sich proeuropäisch, blockiert in Brüssel aber eine gemeinsame Linie – das ist wirtschaftlich kurzsichtig und politisch gefährlich.
Es ist längst klar, dass der Verbrenner keine Zukunftstechnologie ist. Statt sich mit anderen Ländern für ein Verbrenner-Revival starkzumachen, sollte die Bundesregierung endlich Vollgas bei der E-Mobilität geben – für Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und gute Jobs in der Industrie von morgen.“
Hinweis: Mit Blick auf den Autogipfel im Kanzleramt haben Katharina Dröge MdB und Julian Joswig MdB einen 10-Punkte-Plan zur Zukunft der europäischen Automobilindustrie veröffentlicht, der genau diese Punkte betont: https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/dateien/downloads/autor_innenpapiere/Autorinnenpapier_Automobilindustrie_10-2025.pdf