Zu Gast als Redner an der WHU Vallendar

Am Samstag, 22.01.2022 darf ich im Rahmen des jährlichen Kongresses der studentischen Initiative FEM – Female Leadership at WHU an einer spannenden Podiumsdiskussion teilnehmen. In der Diskussion „Equality vs. Equity – Does Gender matter when it comes to Leadership?“ werde ich einen kurzen Beitrag zur Rolle der Politik im Einsatz für Gleichberechtigung und Chancengleichheit geben und mit den anderen Redner:innen über verschiedene Aspekte von #FemaleLeadership diskutieren. Ich freue mich, gemeinsam mit Angelika Huber-Strasser (Regional Director South, KPMG), Alexis von Hoensbroech (ehem. CEO, Austrian Airlines) und Sabine Hansen (Founder, She4Her Leadership Consulting) ins Gespräch zu kommen!

Mein Statement zum Koalitionsvertrag

Aktuell4u.de hat mich zu meiner Meinung nach dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sowie den GRÜNEN Personalvorschlägen für das Kabinett befragt. Der Artikel wurde am 27.11.2021 auf der Webseite von Aktuell4u.de veröffentlicht.

Joswig zeigt sich mit dem Koalitionsvertrag zufrieden

Am Mittwoch präsentierten SPD, Grüne und FDP den Koalitionsvertrag, den die Parteien nach wochenlangen Verhandlungen aufgesetzt haben. Im Zuge dessen hat aktuell4u auch Julian Joswig um eine Stellungnahme gebeten. Der Jungpolitiker aus Boppard kandidierte für Bündnis 90/Die Grünen bei der Bundestagswahl im September für den Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück und verpasste den Einzug in den Bundestag nur knapp.

In einer Stellungnahme zum Koalitionsvertrag äußert sich Julian Joswig (Bündnis 90/Die Grünen) zu dessen Vorteilen, geht aber auch darauf ein, dass seine Partei bei einigen Themen das Nachsehen hatte. Besondere Freude ist bei der Besetzung der Ministerien zu spüren. Insgesamt klingt Joswigs Statement sehr optimistisch:

Der Koalitionsvertrag trägt zurecht den Titel „Mehr Fortschritt wagen“, da er in vielen Politikfeldern fortschrittliche Ziele und Ideen für die Zukunft der Bundesrepublik benennt. Gerade in der Klimapolitik zeichnet sich eine Zeitenwende ab: mit einem ambitionierten Klimaschutzsofortprogramm und einem Klima-Check für neue Gesetze wird die Bundesregierung ihrer großen Verantwortung bewusst. Als Wirtschaftswissenschaftlicher freut es mich sehr, dass Klima- und Wirtschaftspolitik in der zukünftigen Regierung zusammen gedacht werden – Robert Habeck wird als „Superminister“ diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Bravour meistern, davon bin ich überzeugt. Und auch in anderen Bereichen konnten wir weite Teile unseres Wahlprogramms umsetzen. Zu koalieren bedeutet aber natürlich auch, Kompromisse zu machen. Das mag für manchen schwer nachvollziehbar sein, gehört aber zur Demokratie hinzu. In Summe überwiegen für mich ganz klar die positiven Aspekte des Vertrages. Mit unserer Personalauswahl für die Bundesministerien bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Besonders freut mich die Nominierung unserer rheinland-pfälzischen Ministerin Anne Spiegel, die ich als engagierte Politikerin und angenehmen Menschen sehr schätze. Daher werde ich als grünes Basismitglied bei der Urwahl mit Überzeugung für den Koalitionsvertrag und das Personaltableau stimmen! Es ist wichtig, dass die neue Regierung zügig ihre Arbeit aufnimmt und sich den vielseitigen Herausforderungen und Krisen unserer Zeit widmet. – Julian Joswig (Bündnis 90/Die Grünen)

Joswig selbst wollte eigentlich an diesem Wochenende in den erweiterten Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen in Rheinland-Pfalz gewählt werden. Wegen der hohen Infektionszahlen wurde die Landesdelegiertenversammlung allerdings auf Frühjahr 2022 geschoben.

Herzlichen Glückwunsch, Anne Spiegel!

Am vergangenen Donnerstag hat unser Bundesvorstand das Personaltableau für die neue Bundesregierung vorgestellt und dabei unsere rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Anne Spiegel als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nominiert.

Das ist eine tolle Nachricht für die Bundespolitik und ein Erfolg für den GRÜNEN Landesverband Rheinland-Pfalz. Ich freue mich sehr, dass wir zukünftig eine GRÜNE rheinland-pfälzische Bundesministerin haben werden und Anne Spiegel wird diese Aufgabe auch mit Bravour meistern, davon bin ich überzeugt. Mit Annalena Baerbock, Robert Habeck, Steffi Lemke, Cem Özdemir und Claudia Roth werden wir weitere tolle (Staats-)Minister:innen in der Regierung haben.

Ausführliches Interview mit Aktuell4u.de

Mit Aktuell4u.de habe ich ein ausführliches Gespräch über meinen Werdegang und meine politischen Ziele geführt. Natürlich haben wir auch über die 🚦-Koalitionsverhandlungen und den Umgang mit der Pandemie gesprochen. Der Artikel wurde am 14.11.2021 auf der Webseite von Aktuell4u.de veröffentlicht.

Julian Joswig: „Es wird nicht mein letzter Wahlkampf gewesen sein“

Am ersten Adventswochenende im November wird bei der Landesdelegierten-versammlung von Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz in Mainz der neue Landesvorstand gewählt. Dort kandidiert auch Julian Joswig aus Boppard für den erweiterten Landesvorstand. Wir haben mit dem jungen Politiker über seine Kandidatur, seine Ziele für Rheinland-Pfalz und den Rhein-Hunsrück-Kreis, sowie über aktuelle Themen, wie die Koalitionsverhandlungen und die Corona-Lage gesprochen.

Spätestens am 27. September 2021, dem Tag nach der Bundestagswahl, stand es fest: Julian Joswig hat den Einzug in den Bundestag knapp verpasst. Der Moment der Enttäuschung ist jedoch keineswegs ein Moment der Niederlage. In seinem Wahlkreis holte der Politiker aus Boppard 9,7 Prozent der Erststimmen, was eine Verbesserung von 4,8 Prozentpunkten bedeutet. Das ist mit Abstand der stärkste Zugewinn unter den Direktkandidierenden. Auch seine Partei konnte sowohl im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, als auch in ganz Rheinland-Pfalz und der gesamten Bundesrepublik enorme Zugewinne verzeichnen. Erstmals schafften fünf Politiker*innen von Bündnis 90/Die Grünen aus Rheinland-Pfalz den Einzug in den Bundestag. Zuvor lag das Maximum bei drei Mandaten. Dies bedeutete allerdings auch, dass der sechste Listenplatz, jener von Julian Joswig, nicht gezogen hat. Dennoch ist seine berufliche und politische Laufbahn beachtlich und der Name Joswig wird nicht zum letzten Mal auf den Wahlzetteln der Republik gestanden haben. Werfen wir einen Blick zurück, auf den bisherigen Lebensweg des grünen Jungpolitikers.

Über das Mittelrheintal, durch Europa und zurück in die Heimat

Geboren in Boppard am Rhein und aufgewachsen im Ortsteil Bad Salzig, erfolgte der Besuch des Kant-Gymnasiums in seiner Geburtsstadt. Schon hier wird das politische Interesse erstmals deutlich. Joswig wird zum Schülersprecher gewählt und engagiert sich vor Ort für bildungspolitische Themen, in seiner Freizeit ist er als Fußballschiedsrichter auf den Sportplätzen der Region unterwegs. Nach der Schulzeit entschied er sich jedoch zunächst für ein Wirtschaftsstudium an der WHU in Vallendar. Das Mittelrheintal sollte aber nicht dauerhaft Joswigs Heimat bleiben. So verschlägt es ihn schon während seines Bachelorstudiums unter anderem für ein Auslandsemester in die Türkei. Das Masterstudium in Wirtschafts- & Verwaltungswissenschaften absolvierte Joswig schließlich in Mailand. Im Anschluss folgte ein weiteres Masterstudium in Paris, diesmal mit dem Schwerpunkt Diplomatie & Sicherheitspolitik. Nach dem Studium zieht es Julian Joswig zurück in seine alte Heimat. In Folge verschiedener Berufserfahrungen in Politik und Wirtschaft ist Joswig mittlerweile als Projektentwickler für Bundesbehörden und Ministerien tätig.

Macron, Baerbock, Habeck und der eigene Opa

Nachdem das Interesse an Politik schon während der Schulzeit sehr hoch war, nahm das politische Engagement erst in den vergangenen Jahren an Fahrt auf. Als politische Persönlichkeit, die er bewundert, nennt Julian Joswig Emmanuel Macron. Vor allem dessen diplomatischen Fähigkeiten, sein klares Bekenntnis zu Europa und das Vermittlungsgeschick des französischen Staatspräsidenten finden bei dem grünen Jungpolitiker Anklang. Während seines Studiums in Paris erlebte Joswig sowohl die Proteste der „Gelbwesten“, welche sich gegen die Umweltpolitik Macrons richteten, als auch die Klimabewegung hautnah mit. Als prägende Figur nennt Joswig allerdings auch seinen Großvater, der viele Jahre als parteiloser Kommunalpolitiker wirkte. Die Entscheidung, einer Partei beizutreten, traf Julian Joswig erst im Jahr 2018, als Annalena Baerbock und Robert Habeck den Parteivorsitz von Bündnis 90/Die Grünen übernahmen. Dadurch verspürte der Jungpolitiker eine Aufbruchstimmung in einer jungen, dynamischen Partei, deren basisdemokratischer Ansatz ihn ebenfalls überzeugt. Zudem verfolgen Baerbock und Habeck eine Politik, mit der sich Joswig sehr gut identifizieren kann.

Parteipolitische Laufbahn bei Bündnis 90/Die Grünen

Trotz seines recht frischen Parteieintritts vor drei Jahren hat sich Julian Joswig schon viel in der Partei eingebracht und wichtige Positionen übernommen. So arbeitete er als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen Rheinland-Pfalz unter anderem an den Wahlprogrammen zur Landtags- und Bundestagswahl sowie am Grundsatzprogramm seiner Partei mit. Zudem war er auch bei der Erarbeitung des aktuellen Koalitionsvertrag in Rheinland-Pfalz nicht unbeteiligt. Somit trägt die öffentliche Wahrnehmung der Grünen in den letzten Jahren, gerade vor Ort in Rheinland-Pfalz, auch die Handschrift von Julian Joswig. Schließlich folgte die bereits angesprochene Kandidatur zur Bundestagswahl. Während er als Beisitzer bereits Mitglied des Kreisvorstands von Bündnis 90/Die Grünen Rhein-Hunsrück ist, steht nun als die Wahl in den erweiterten Landesvorstand bevor. Dank dieser Tätigkeiten möchte Joswig dazu beitragen, die Politik der Grünen im ländlich geprägten Rheinland-Pfalz stärker zu etablieren. Dabei ist es ihm wichtig, das Image der „Verbotspartei“ loszuwerden und in einen engeren Austausch mit den Bürger*innen zu gelangen. Ziel ist es, zu zeigen, dass der Themenschwerpunkt seiner Partei weit über die Klimapolitik hinausgeht und durch eine umfangreiche Vielfalt geprägt ist.

Aktuelle Themen: Corona und Ampelkoalition

Neben diesen übergeordneten Zielen vertritt Julian Joswig auch klare Standpunkte in tagespolitischen Themen. In Bezug auf die Corona-Politik zeigt er sich enttäuscht über das mangelnde Handeln der GroKo, welche die Bevölkerung erneut planlos auf den Winter zusteuern lässt. Während die Rekorde der Neuinfektionen täglich gebrochen werden, spricht sich Joswig deutlich gegen eine allgemeine Impfpflicht aus. Stattdessen soll die Welle durch die Wiedereinführung von kostenlosen Schnelltests, dem Ausbau von 2G-Modellen und einer verstärkten Impfkampagne gebrochen werden. Joswig wirbt dabei sowohl für die Booster-Impfung als auch für das Impfangebot durch Busse, welches er persönlich schon in Anspruch genommen hat. Dabei betont er das unkomplizierte Verfahren bei den rheinland-pfälzischen Impfbussen, die im ganzen Land unterwegs sind und spontane Impfungen ermöglichen. Einer Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, wie zum Beispiel in der Pflege, würde Joswig jedoch zustimmen.

Nach der Veröffentlichung des Sondierungspapiers von SPD, Grünen und FDP zeigte sich Joswig in Summe optimistisch. Dabei erhofft er sich, dass die Grünen bei den Koalitionsverhandlungen ihre Punkte aus dem Wahlkampf und dem Grundsatzprogramm, an welchem er mühevoll mitarbeitete, verstärkt umsetzen können. Bei der Verteilung der Ministerien wünscht sich Joswig seinen Parteivorsitzenden Robert Habeck als Finanzminister. Dabei betont er, dass nicht nur er, sondern auch viele europäische Partnerländer von einem Finanzminister Christian Lindner alles andere als begeistert wären. Sollten die Grünen bei diesem Ministerium jedoch leer ausgehen, fände Julian Joswig sowohl das Innen-, als auch das Außenministerium durchaus spannend, da die letzte Bundesregierung hier notwendige Reformen und klare Positionierungen gescheut hat. Für den grünen Jungpolitiker ist klar, dass Annalena Baerbock und Robert Habeck wichtige Ministerposten übernehmen werden. Zudem könnte sich Joswig auch Cem Özdemir als Verkehrsminister und Anton Hofreiter als Umweltminister vorstellen. Mit Anne Spiegel, der stellvertretenden Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, ist außerdem eine Landesministerin im Gespräch für einen Kabinettsposten, sie könnte sich Joswig ebenfalls sehr gut vorstellen.

Wer schließlich welchen Posten bekommt und ob im Koalitionsvertrag die Ziele Joswigs und seiner Partei verankert sind, werden die nächsten Wochen zeigen. Dann wird auch bekannt sein, ob Julian Joswig die Wahl in den erweiterten Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen gelungen ist. Aktuell4u wird den Weg des jungen Politikers weiterhin verfolgen.

Vielen Dank für das Interview. Das Interview führte Jan-Niklas Frohs. aktuell4u wünscht viel Erfolg für die kommende Wahl, sowie die berufliche und politische Zukunft.

Bewerbung für den erweiterten Landesvorstand

Liebe Freundinnen und Freunde,

das Superwahljahr 2021 neigt sich dem Ende entgegen und wir schauen mit gemischten Gefühlen auf die Wahlen in Rheinland-Pfalz und im Bund zurück. Wir konnten tolle Zugewinne erzielen, mehr rheinland-pfälzische GRÜNE in die Parlamente bringen und regieren zukünftig als zweitstärkster Koalitionspartner in Bund und Land – das ist ein großer Erfolg! Zugleich sind wir aber auch hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Gerade bei den jungen und Erstwähler:innen sowie außerhalb der Städte haben wir weitaus weniger Menschen erreicht als erwartet. Als Bundestagskandidat in einem ländlichen Wahlkreis habe ich erlebt, dass unsere Eigen- und Fremdwahrnehmung oft weit auseinander liegen.

Erfolgreiche Politik braucht nicht nur gute Ideen, sondern auch eine starke Kommunikation, greifbare Projekte und Erzählungen, die begeistern und mitreißen. Als gestaltende Kraft im Bund, im Land sowie vielen Kommunen wird dies ab jetzt zur Daueraufgabe: wir müssen zeigen, dass wir die treibende Partei für Aufbruch und Modernisierung sind. Das sehe ich als Herausforderung und großen Ansporn zugleich. Bis zu den nächsten Wahlen hat unser Landesverband die Zeit und Gelegenheit, sich angesichts der vielen neuen Mitglieder strukturell zu stärken und weitere Kompetenzen aufzubauen.

Diesen Prozess möchte ich gerne aktiv mitgestalten. Ich will meine Ideen und Erfahrungen im Erweiterten Landesvorstand einbringen, um unseren Landesverband inhaltlich und strategisch nach vorne zu bringen.

Als Sprecher der LAG Wirtschaft & Finanzen habe ich an unserem Grundsatzprogramm sowie den Wahlprogrammen zur Landtags- und Bundestagswahl mitgeschrieben und war bei den Koalitionsverhandlungen als Teil der erweiterten Fachgruppe Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau eingebunden. Im Kreisvorstand der GRÜNEN Rhein-Hunsrück arbeite ich daran, sozial-ökologische Politik für Menschen im ländlichen Raum greifbar zu machen. Ich komme selbst aus einem kleinen Ort und kenne die Herausforderungen und Chancen des ländlichen Raums. Im eLaVo will ich mich gezielt für die ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz einsetzen und deren Anliegen stärken. Gerade die (oft kleineren) Kreisverbände außerhalb der Städte und Ballungsräume sollten wir mehr unterstützen, etwa durch zusätzliche Veranstaltungen und programmatische Schwerpunkte in unserer politischen Arbeit.

In den vergangenen Monaten haben wir viele neue Mitglieder und Unterstützer:innen gewonnen und es ist wichtig, dass wir diese nun aktiv ansprechen. Gemeinsam mit dem neuen Landesvorstand möchte ich Dialogformate entwickeln, in denen die einzelnen Kreisverbände besucht werden und über lokale Schwerpunkte gesprochen wird, z.B. in Form von Podiumsdiskussionen und Organisationsbesuchen. Mir ist es wichtig, dass wir GRÜNE nicht nur in eigenen (bestehenden) Strukturen denken, sondern als Bündnispartei in die Zivilgesellschaft hineinwirken, Debatten anstoßen und Themen aufnehmen. Dabei sollte es unser Ziel sein, noch mehr Menschen in Rheinland-Pfalz von unseren Grundsätzen zu überzeugen und weitere Mitglieder zu gewinnen, gerade dort wo wir noch nicht so stark sind. In Summe muss unsere Kommunikation nach innen und außen weiter verbessert werden. Ein professioneller Umgang mit Social Media und digitalen Plattformen spielt hierbei eine wichtige Rolle, das habe ich als Kandidat bzw. Wahlkampfmanager in den beiden diesjährigen Wahlkämpfen sehr deutlich gemerkt.

Wir GRÜNE sind zurecht stolz auf unsere basisdemokratischen, dezentralen Strukturen und für mich persönlich war dies – neben allen inhaltlichen Überschneidungen – auch ein Grund, Mitglied unserer Partei zu werden. Im eLaVo will ich mich für eine Stärkung der Orts- und Kreisverbände einsetzen und dafür sorgen, dass der Landesverband ihnen mehr methodische Unterstützung bietet, etwa bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie als Koordinationsstelle zu unseren Ministerien und Abgeordneten. Außerdem sollte das tolle Engagement unserer Landesarbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise stärker in die politische Arbeit von Landesvorstand und Abgeordneten einfließen. Ich engagiere mich leidenschaftlich gerne für bündnisgrüne Programmatik und möchte dazu beitragen, dass es möglichst vielen genauso geht und alle ihre Ideen und Vorschläge einbringen können. Der vielfältige und ehrenamtliche Einsatz unserer Mitglieder ist die wichtigste Ressource des Landesverbandes.

Unser Heimatland Rheinland-Pfalz ist besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen, das hat uns dieses Jahr auf dramatische Weise gezeigt. Mehr denn je braucht es jetzt konsequenten Klimaschutz und engagierte Menschen, die die Augen nicht vor der Realität und den notwendigen Veränderungen verschließen. Einer erfolgreichen Politik des 21. Jahrhunderts muss es dabei gelingen, Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit, der sozialen Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen Stabilität zu vereinbaren – die Fähigkeit und den Willen hierzu sehe ich bei keiner anderen Partei als uns. Und auch abseits dieser großen Zukunftsfragen stehen wir GRÜNE dafür, die weniger breit diskutierten – aber nicht weniger wichtigen – Themen anzusprechen und ihre Dringlichkeit zu mahnen. Wer, wenn nicht wir, setzt sich konsequent für die Rechte von Minderheiten, eine solidarische Zukunft Europas und für mehr Tierschutz ein? Lasst uns diese thematischen Stärken ausbauen und einander die Wertschätzung und Unterstützung geben, mit der wir alle leidenschaftlich GRÜNE Politik machen.

Liebe Freundinnen und Freunde, ich bin der festen Überzeugung, dass wir unser Potenzial noch lange nicht erreicht haben.

Mit einer Professionalisierung unserer Strukturen und einer engeren Koordination im Landesverband können wir unsere fachlichen Stärken besser ausspielen und unsere Themen in der Gesellschaft verankern. Lasst uns also zusammen nach vorne schauen und diese große Chance nutzen.

Lasst uns für ein nachhaltigeres und gerechteres Rheinland-Pfalz kämpfen, lasst uns gemeinsam Politik für alle Menschen im Land machen und Spaß an der politischen Arbeit haben!

Sportpolitischer Austausch mit Mainz 05

Vor zwei Wochen waren unsere Landesvorsitzende Misbah Khan und ich gemeinsam mit Nina Wellenreuther und Felix Bach, den Sprecher:innen der Grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Sportpolitik, zu Besuch in der Mainzer MEWA ARENA des 1. FSV Mainz 05. Beim sportpolitischen Austausch mit dem einzigen rheinland-pfälzischen Bundesligaklub ging es vor allem um die Zukunft des Fußballs und das soziale und ökologische Engagement des Vereins. Der Termin beinhaltete außerdem eine Stadionführung und wir durften einiges über das Tagesgeschäft und die Organisation eines Profiklubs erfahren. Vielen Dank an Dr. Jan, Lehmann, Christina Mayer und Stepahn Bandholz von Mainz 05 für den interessanten Austausch!

Danke für die Unterstützung!

Vorgestern wurde der 20. Deutsche Bundestag gewählt, ein monatelanger Wahlkampf hat seinen Höhepunkt gefunden. Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die bei dieser wichtigen Bundestagswahl Bündnis 90/Die Grünen gewählt haben! Im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück (in dem ich als grüner Direktkandidat antreten durfte) haben wir +4,8% Erststimmen und +3,6% Zweitstimmen dazu gewonnen, bundesweit sogar +5,9%! Die nächste Regierung wird durch uns maßgeblich geprägt und eine neue Ära der Bundespolitik beginnt!

Mein Platz 6 auf der rheinland-pfälzischen Landesliste der GRÜNEN hat leider nicht für einen Einzug in den Deutschen Bundestag gereicht. Das ist sehr schade, aber ich schaue dennoch mit großer Dankbarkeit auf den Wahlkampf zurück. Ich möchte mich deshalb bei allen Menschen bedanken, die uns und mich in den letzten Wochen unterstützt haben! Wir haben zahlreiche Marktstände, Haustürwahlkampf-Aktionen, Unternehmensbesuche, etc. organisiert und viele Gespräche geführt, um für unsere Ziele und Ideen zu werben. Der Wahlkampf mit Euch hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Danke auch an die anderen Kandidierenden aus dem Wahlkreis für den fairen politischen Wettbewerb und den guten Umgang! Gratulation an Dr. Marlon Bröhr zum Direktmandat und Carina Konrad zum Wiedereinzug! Abschließend möchte ich mich bei all den lieben Menschen bedanken, die sich nach der Wahl bei mir gemeldet haben! Über die aufmunternden Worte und all die Wertschätzung freue ich mich sehr!

Euer Julian

Tag des Handwerks – Betriebsbesuch in Morbach

Das Handwerk – vom der Bäckerei bis zum Heizungsinstallateurbetrieb – ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und in unserem Alltag omnipräsent. Zum Tag des Handwerks, dem 18 September, habe ich gemeinsam mit unserer Grünen Landesvorsitzenden Misbah Khan und der Landtagsabgeordneten Jutta Blatzheim-Roegler die Zimmerei Anton Holzbau in Morbach besucht.

Das Familienunternehmen bietet verschiedenste Dienstleistungen an, von der traditionellen Zimmerei zum Holzbau mit CNC-Vorfertigung und Elementierung. Der Betrieb hat seine Schwerpunkte bei hochwertigen Effizienzhäusern und im Ingenieurholzbau. Im Gespräch mit den beiden Geschäftsführen David und Rüdiger Anton haben wir uns über die Herausforderungen der Branche ausgetauscht und inwiefern die Politik hier unterstützen kann. Außerdem hat uns Familie Anton im Anschluss durch den Betrieb geführt. Vielen Dank für die Zeit und den spannenden Austausch!

Besuch der ERO GmbH in Simmern

Zusammen mit Jutta Blatzheim-Roegler, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Weinbaupolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion und Daniela Lukas-von Nievenheim, Sprecherin der Grünen Rhein-Hunsrück, habe ich am Freitag die Ero GmbH in Simmern besucht. Das Hunsrücker Familienunternehmen ist ein „Hidden Champion“, also ein mittelständisches Unternehmen, das in einem Nischenmarkt weltweit Erfolg hat.

Das Unternehmen produziert Ernte- und Pflegemaschinen für den Weinbau und genießt international eine hohe Reputation. Der Geschäftsführer des Betriebs, Herr Michael Erbach, führte uns durch das neue Fabrikgebäude und stellte uns spannende Innovationen – auch im Bereich der Nachhaltigkeit – vor. Beispielsweise strebt das Unternehmen eine steigende Elektrifizierung der Maschinen an und betreibt ein eigenes Blockheizkraftwerk sowie Photovoltaikanlagen auf dem Gelände. Vielen Dank für den spannenden Austausch!

Ein Tag im Bopparder Stadtwald

Zusammen mit dem Leiter des Bopparder Forstamtes, Herrn Axel Henke, dem Forstinspektoranwärter des Forstreviers Boppard II, Noah Weinbrecht, und dem Waldpolitischen Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Fabian Ehmann, war ich letzten Dienstag im Boppard Stadtwald unterwegs. Gemeinsam haben wir uns einen Überblick zur aktuellen Situation des Waldes verschafft; an vielen Stellen werden die Auswirkungen des Klimawandels erschreckend deutlich.

Viele Fichten und andere heimische Baumarten sind bereits verstorben oder haben nur noch geringe Überlebenschancen. Für das Forstamt geht es in den kommenden Jahren um den bloßen Erhalt des Waldes, hierfür werden vereinzelt auch resistente Baumarten gesetzt, welche für die härteren Klimabedingungen besser gerüstet sind. Der beste Waldschutz ist letztendlich ein konsequenter Klimaschutz – als waldreichstes Bundesland der Republik ist Rheinland-Pfalz besonders vom Klimawandel betroffen, deshalb muss die Politik nun endlich handeln!