Tag des Handwerks – Betriebsbesuch in Morbach

Das Handwerk – vom der Bäckerei bis zum Heizungsinstallateurbetrieb – ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und in unserem Alltag omnipräsent. Zum Tag des Handwerks, dem 18 September, habe ich gemeinsam mit unserer Grünen Landesvorsitzenden Misbah Khan und der Landtagsabgeordneten Jutta Blatzheim-Roegler die Zimmerei Anton Holzbau in Morbach besucht.

Das Familienunternehmen bietet verschiedenste Dienstleistungen an, von der traditionellen Zimmerei zum Holzbau mit CNC-Vorfertigung und Elementierung. Der Betrieb hat seine Schwerpunkte bei hochwertigen Effizienzhäusern und im Ingenieurholzbau. Im Gespräch mit den beiden Geschäftsführen David und Rüdiger Anton haben wir uns über die Herausforderungen der Branche ausgetauscht und inwiefern die Politik hier unterstützen kann. Außerdem hat uns Familie Anton im Anschluss durch den Betrieb geführt. Vielen Dank für die Zeit und den spannenden Austausch!

Besuch der ERO GmbH in Simmern

Zusammen mit Jutta Blatzheim-Roegler, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Weinbaupolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion und Daniela Lukas-von Nievenheim, Sprecherin der Grünen Rhein-Hunsrück, habe ich am Freitag die Ero GmbH in Simmern besucht. Das Hunsrücker Familienunternehmen ist ein „Hidden Champion“, also ein mittelständisches Unternehmen, das in einem Nischenmarkt weltweit Erfolg hat.

Das Unternehmen produziert Ernte- und Pflegemaschinen für den Weinbau und genießt international eine hohe Reputation. Der Geschäftsführer des Betriebs, Herr Michael Erbach, führte uns durch das neue Fabrikgebäude und stellte uns spannende Innovationen – auch im Bereich der Nachhaltigkeit – vor. Beispielsweise strebt das Unternehmen eine steigende Elektrifizierung der Maschinen an und betreibt ein eigenes Blockheizkraftwerk sowie Photovoltaikanlagen auf dem Gelände. Vielen Dank für den spannenden Austausch!

Ein Tag im Bopparder Stadtwald

Zusammen mit dem Leiter des Bopparder Forstamtes, Herrn Axel Henke, dem Forstinspektoranwärter des Forstreviers Boppard II, Noah Weinbrecht, und dem Waldpolitischen Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Fabian Ehmann, war ich letzten Dienstag im Boppard Stadtwald unterwegs. Gemeinsam haben wir uns einen Überblick zur aktuellen Situation des Waldes verschafft; an vielen Stellen werden die Auswirkungen des Klimawandels erschreckend deutlich.

Viele Fichten und andere heimische Baumarten sind bereits verstorben oder haben nur noch geringe Überlebenschancen. Für das Forstamt geht es in den kommenden Jahren um den bloßen Erhalt des Waldes, hierfür werden vereinzelt auch resistente Baumarten gesetzt, welche für die härteren Klimabedingungen besser gerüstet sind. Der beste Waldschutz ist letztendlich ein konsequenter Klimaschutz – als waldreichstes Bundesland der Republik ist Rheinland-Pfalz besonders vom Klimawandel betroffen, deshalb muss die Politik nun endlich handeln!

Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse

Vergangene Woche traf ich den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Herrn Klaus Wende, in den Räumlichkeiten der KSK in Simmern. Wir haben uns über den aktuellen Wahlkampf, das Programm von Bündnis 90/Die Grünen und die Zukunft der Region ausgetauscht. Insbesondere über die Rolle der Banken bei der sozial-ökologischen Transformation sowie den anstehenden Zukunftsinvestitionen haben wir gesprochen. Vielen Dank für den guten Austausch!

Unterwegs im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Gemeinsam mit den Tourismuspolitischen Sprecher:innen der Grünen Landtags- und Bundestagsfraktion, Jutta Blatzheim-Roegler MdL und Markus Tressel MdB, habe ich am letzten Augustwochenende den Nationalpark Hunsrück-Hochwald besucht. Zunächst haben wir die IG Nationalparkbahn getroffen, die sich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit dafür einsetzt, die stillgelegten Schienen im Hunsrück entlang des Nationalparks zu reaktivieren. Der Hunsrück ist seit Jahrzehnten vom Schienennetz abgeschnitten und es braucht endlich eine Bundesregierung, welche die Reaktivierungen im ländlichen Raum aktiv angeht und attraktive Mobilitätsangebote schafft.

Zusammen mit Markus Tressel, MdB (2. v.l.) im Gespräch mit Vertretern der IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald

Im Anschluss sind wir dann zum Erbeskopf, der höchsten Erhebung im Hunsrück, gefahren und haben das dortige Nationalparktor im ehemaligen Hunsrückhaus besucht. Wir haben vor Ort die Ausstellung zum Nationalpark besucht und eine kleine Runde im Park gedreht. Der Nationalpark ist eine tolle Chance für die Region, damit sich der Urwald von morgen natürlich entwickeln kann und ein einzigartiges Biotop wird. Außerdem gibt es attraktive touristische Angebote, welche gerade im Bereich des sanften und naturnahen Tourismus noch ausgebaut werden können. Als Bundestagsabgeordneter möchte ich mich hierfür einsetzen.

V.l.n.r. Julian Joswig, Jeanne Dillschneider (GJ Saar), Markus Tressel MdB und Jutta Blatzheim-Roegler MdL

Besuch des Pelletwerks „wohl und warm“ in Morbach

Am vergangenen Freitag durfte ich unsere rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl Tabea Rößner MdB zu einem Besuch des Pelletwerks „wohl und warm“ in Morbach, in meinen Wahlkreis, begleiten. Mit dabei war auch die lokale Landtagsabgeordnete Jutta Blatzheim-Roegler. Vor Ort haben wir uns mit der Geschäftsführung und lokalen Mitarbeitenden des Betriebs über das Potenzial von Pellet-Heizungen sowie die lokale Wertschöpfung unterhalten. Das Pelletwerk produziert nachhaltige Holzpellets und befindet sich inmitten der Energielandschaft Morbach, welche nach vorheriger militärischer Nutzung nun eine tolle Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien vorgenommen hat.

Wasserstoffprojekt im Wahlkreis

Vergangenen Donnerstag war ich zu Besuch in Kaisersesch (Kreis Cochem-Zell), um mich gemeinsam mit prominenten Gästen über das Projekt „SmartQuart“ zu informieren. Seit zwei Jahren läuft das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 60 Millionen Euro ausgestattete Projekt in den drei Städten Essen, Bedburg und Kaisersesch.

In der Eifel soll in einem Reallabor erforscht werden, wie aus regenerativen Energien Wasserstoff erzeugt, gespeichert und verteilt werden kann. Allerdings ist das auf fünf Jahre angelegte Projekt noch weitgehend in der Planungsphase, zu sehen ist bisher nichts. Eine Vortragsreihe in Kaisersesch sollte nun zeigen, wie es um das „SmartQuart“ in der Eifel steht.

Die Grüne Staatssekretärin Katrin Eder (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (Rheinland-Pfalz) sowie Dr. Simone Peter, ehemalige Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen und Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energien waren in Kaisersesch, um sich über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren. Das Projekt ist ein spannendes Modell und Vorbild für ländliche Regionen, um klimafreundliche Wertschöpfung zu fördern und in Zukunftstechnologien zu investieren.

Im Gespräch mit Dr. Simone Peter (Bundesverband für Erneuerbare Energien)

Zusammen mit Staatssekretärin Katrin Eder am Bahnhof Kaisersesch

Einsatz für meinen Heimatort Bad Salzig – gegenReede

Gestern Abend habe ich Dr. Lea Heidbreder, Mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, und Wolfgang Treis, Leiter der SGD Nord, getroffen, um über den geplanten Reeden-Bau vor meinem Heimatort Bad Salzig zu sprechen. Das überdimensionale Planungsvorhaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist vielen Menschen vor Ort ein Dorn im Auge.

Die lokale Initiativve #gegenReede2.0 (die ich persönlich unterstütze) engagiert sich für mehr Transparenz und Mitbestimmung bei diesem Vorhaben, um die Schönheit des Welterbetals und des einzigen Mineralheilbades im Tal zu erhalten. Im Rahmen des gestrigen Termins konnte ich den Sachstand übermitteln und die Bedenken sowohl in Richtung Landespolitik als auch die obere Verwaltungsebene mitgeben. Vielen Dank an Lea und Wolfgang für die Unterstützung!

Im Gespräch mit Dr. Lea Heidbreder (Mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion) und Wolfgang Treis (Präsident der SGD Nord)

Die Zukunft des Tourismus: nachhaltig und regional vernetzt

Für den neuen Blog des Grünen Wirtschaftsdialogs (GWD) durfte ich ein paar Gedanken zur Zukunft des Tourismus aufschreiben. Die Branche wurde durch die Pandemie hart getroffen und verdient eine größere politische Aufmerksamkeit – denn sie schafft auch lokal Lebensqualität und Wertschöpfung in den Regionen. Der Beitrag ist auf der Webseite des GWD sowie im Folgenden stehend zu finden:

Julian Joswig ist Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaftler sowie Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen von Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz und Bundestagskandidat im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück.

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 haben viele Wirtschaftszweige, vor allem im Bereich der Dienstleistungen, enorme Schäden erlitten. Um die pandemische Ausbreitung des Virus zu stoppen, wurde das öffentliche Leben eingeschränkt – hiervon war auch der Tourismus mit seinen verschiedenen Facetten betroffen: die Gastronomie wurde auf den Verkauf von abgepacktem Essen beschränkt, der Kulturbetrieb kam zum Erliegen und durch Beherbergungsverbote und -einschränkungen blieben Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen leer. Viele familiengeführte Betriebe haben die Krise nicht oder nur schwer überstanden und es ist wichtig, dass die Branche nun auch langfristig die politische Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

In meiner rheinland-pfälzischen Heimat ist der Tourismus ein zentraler Wirtschaftsfaktor und wichtiger Arbeitgeber für tausende Menschen. Doch neben seiner ökonomischen Bedeutung bringt ein durchdachtes Tourismuskonzept auch für die Einheimischen viele Vorteile und Lebensqualität. Der Schutz von natürlichem Lebensraum sowie gezielte Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, bspw. die Reaktivierung von stillgelegten Bahntrassen oder der Ausbau von Radwegen und E-Ladestationen, erhöhen die Standortattraktivität und schaffen wichtige Impulse vor Ort. Dementsprechend muss Tourismus auch als vernetzende und strukturstärkende Branche gesehen werden, gerade in ländlichen Regionen.

Das Sprichwort „den Gästen einen guten Empfang bereiten“ hat mit Blick auf den schleppenden Breitbandausbau und Mobilfunklücken im ländlichen Raum einen tiefergehenden Sinn. Ein nachhaltiger Tourismus und Digitalisierung schließen sich nicht aus – im Gegenteil! Der Tourismus wird immer vernetzter und Angebote wie eine Nationalpark-App oder On-Demand-Mobilität werden genutzt, um abseits der Städte die vielfältigen Landschaften zu erkunden. Im Kontext der Digitalisierung ist es auch wichtig, dass die Branchenimpulse auf eine agile, moderne Verwaltung treffen. Gerade in Gaststätten und Beherbergungsbetrieben gehört die „Zettelwirtschaft“ noch zum Alltag dazu und es müssen endlich große Schritte beim Bürokratieabbau gemacht werden.

Die Tourismusbranche verdient eine größere Aufmerksamkeit und sollte durch bundesweite Förderungsangebote, etwa durch weitere Digitalisierungsprogramme und Modernisierungshilfen, auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft unterstützt werden. Auch fiskalpolitische Maßnahmen, wie bspw. eine harmonisierte Besteuerung in der Gastronomie, dürfen nicht pauschal abgelehnt werden. Die Branche muss wieder auf die Beine kommen, das ist nicht nur im Interesse der Beteiligten, sondern aller Menschen in den betroffenen Regionen. Der unternehmerische Neustart nach der Corona-Krise darf zugleich die existenziellen Bedrohungen der Klimakrise nicht verdrängen – gerade bei der ökologischen Modernisierung gibt es einen hohen Handlungs- und Investitionsbedarf, um dem gemeinsamen Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen.

Umso wichtiger wird es sein, dass der Staat den Betrieben eine umfassende Unterstützung und qualifizierte Beratung bietet. Gerade kleine und mittelständische Betriebe haben aktuell kaum Rücklagen für Investitionen, das muss der Gesetzgeber bei der Gestaltung von Modernisierungsprogrammen berücksichtigen. Ich plädiere dafür, dass die Politik den Tourismus stärker als Querschnittsthema behandelt und die föderalen Ebenen zukünftig enger zusammenarbeiten, um konkrete Strukturverbesserungen und Wertschöpfung in den Tourismusregionen zu schaffen. Insbesondere ein sanfter, naturnaher Tourismus birgt große Chancen für viele Destinationen der Bundesrepublik. Die Menschen im Land haben durch die besonderen Umstände der Pandemie die Nähe zur Natur und regionale Naherholung schätzen gelernt. Diese Angebote im naturnahen Bereich gilt es nun langfristig zu fördern und mit nachhaltigen Strukturmaßnahmen konkrete Wertschöpfung in die Regionen zu bringen.

Zu Besuch beim Hunsrück-Startup vonhanni

Im Rahmen meiner Wahlkreistour habe ich am Samstag das Hunsrücker Startup vonhanni in Tellig besucht. Mit regionalem Bio-Hafer einen leckeren und nachhaltigen Haferdrink herstellen – das ist die Idee von den Zwillingsschwestern Johanna und Maria Daubner, die gemeinsam das Startup gegründet haben. Dank eines erfolgreiches „Crowdfundings“ (Gruppenfinanzierung) werden die beiden nun die ersten Flaschen Hunsrücker Bio-Hafermilch vermarkten.

Der Erfolg des Startups vonhanni zeigt, dass man nicht unbedingt in die Großstadt ziehen muss, um ein innovatives Unternehmen aufzubauen. Im Gespräch erläuterten mir die Gründerinnen ihre weiteren Pläne und wünschten sich mehr politische Unterstützung für ökologische Geschäftsmodelle sowie Transparenz und weniger Bürokratie bei der Beantragung von Fördermitteln. Hierbei möchte ich sie umfänglich unterstützen.

Im neuen Koalitionsvertrag für Rheinland-Pfalz haben wir GRÜNE uns für weitreichende Gründerstipendien stark gemacht – das wollen wir nun auch im Bund tun und damit den vielen engagierten Gründerinnen und Gründern unter die Arme greifen. Als Bundestagsabgeordneter will ich gerade kleine und mittelständische Betriebe im ländlichen Raum unterstützen und somit die regionalen Strukturen unserer Heimat stärken. Deshalb: Zweitstimme Grün!

Julian Joswig, Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück
im Gespräch mit den beiden vonhanni-Gründerinnen Maria und Johanna Daubner