Besuch bei der IHK-Regionalgeschäftsstelle Rhein-Hunsrück

Gruppenbild IHK Simmern

Am 28. Juli 2026 besuchte ich gemeinsam mit Fabian Ehmann, Mitglied des Mainzer Landtags, und dem geschäftsführenden Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen im Rhein-Hunsrück-Kreis die IHK-Regionalgeschäftsstelle Rhein-Hunsrück in Simmern. Auf Seiten der Kammer nahmen Florian Block, neuer Regionalgeschäftsführer der IHK, Hildegard Kaefer, Vizepräsidentin der IHK, sowie René Dauer, Vorsitzender des IHK-Regionalbeirats, teil.

Die IHK-Regionalgeschäftsstelle ist die zentrale Anlaufstelle für die Unternehmen vor Ort. Sie berät in wirtschaftsrelevanten Fragen und vertritt die Interessen der Betriebe gegenüber Politik und Verwaltung. Die regionale Wirtschaft im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Kreis Cochem-Zell ist dabei vielfältig und geprägt von innovativem Mittelstand und traditionsreichen Familienbetrieben.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand ein sehr intensiver Austausch über die akuten Problematiken des Unternehmertums im Hunsrück. Ein zentrales Thema waren dabei die derzeitigen US-Zölle, die auf viele Betriebe in der Region einen sehr hohen Druck ausüben. Hinzu kommen Wünsche aus der Unternehmerschaft im Kreis, die sich angesichts des Klimawandels und der Hinwendung zu erneuerbaren Energien mehr Zutrauen zu guten Entscheidungen sowie weniger Bürokratie bei Genehmigungsprozessen wünschen. Es wurde deutlich, dass die Dauer der Verfahren eine vitale Rolle für die Profitabilität spielt – besonders bei Neugründungen oder Betriebsübernahmen, bei denen langwierige Prozesse häufig existenzielle Bedeutung haben.

Hildegard Kaefer brachte auch die Ungeduld vieler Betriebe zum Ausdruck und stellte die Frage, wann die derzeitige Landesregierung endlich ins Tun komme – es gebe schließlich so viele Aufgaben anzugehen. Fabian Ehmann versuchte, diese Sicht einzuordnen und berichtete von der Neusortierung der Ministerien sowie der notwendigen Einarbeitung in die jeweiligen Ressorts nach einem Regierungswechsel. Dominik Loch, Kreisvorsitzender der Grünen ergänzte als Ministerialreferent die Perspektive auf die behördlichen Prozesse und die praktische Umsetzung neuer Gesetze.

Insgesamt war es ein sehr wertschätzender Termin, der von gegenseitigem Verständnis für die jeweiligen Perspektiven geprägt war. Am Ende stand das gemeinsame Versprechen, den Austausch künftig regelmäßig fortzusetzen und einen engen Kontakt zwischen Politik und regionaler Wirtschaft zu pflegen.

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