Katastrophenhilfe aus der Eifel: Grüner Bundestagsabgeordneter Julian Joswig bei Eifellicht e.V. in Gerolstein

Gerolstein. Ein LKW namens „Carsten“, ein gepacktes Depot voller Hilfsgüter und viele helfende Hände: Beim Besuch des Vereins Eifellicht e.V. in Gerolstein wurde deutlich, wie aus Spenden konkrete Hilfe für Menschen in Krisengebieten wird. Im Rahmen seiner Ehrenamtstour informierte sich Julian Joswig, rheinland-pfälzischer Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen vor Ort über die Arbeit des Vereins und packte beim Verladen von Hilfsgütern selbst mit an.

Im Depot traf Joswig den Ersten Vorsitzenden Heinz-Peter Thiel, seinen Stellvertreter Ewald Hoffmann sowie Clara Zins-Grohé, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins verantwortlich ist. Was dort gelagert wird, ist keine Hilfe auf dem Papier: Voll funktionsfähige Krankenhaus- und Pflegebetten, Rollstühle, Patientenlifter und weitere medizinische Hilfsmittel warten auf ihren nächsten Einsatz – häufig tausende Kilometer entfernt.

„Hier wird aus einer Spende ganz unmittelbar konkrete Hilfe. Was bei uns nicht mehr gebraucht wird, kann für Menschen in einer Krisenregion von unschätzbarem Wert sein“, erklärte Heinz-Peter Thiel. Sobald genügend Hilfsgüter zusammengekommen sind, wird der vereinseigene Sprinter-LKW beladen. „Carsten“ heißt das nach einem Spender benannte Fahrzeug und ist regelmäßig unterwegs. Aktuell führt Eifellicht vor allem Transporte in die vom russischen Angriffskrieg besonders betroffenen Gebiete in der Ukraine durch. Auch nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie nach dem Erdbeben in der Türkei war der Verein mit Hilfslieferungen im Einsatz.

Besonders eindrücklich konnte Julian Joswig die Arbeit des Vereins unmittelbar miterleben. Im Anschluss an das Gespräch in der Lagerhalle wurde eine großzügige Spende eines Sanitätshauses abgeholt. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen packte Joswig beim Verladen der medizinischen Hilfsmittel mit an. „Wenn man selbst mit anpackt und sieht, was hier verladen wird, bekommt der Begriff Ehrenamt noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Hinter jeder Lieferung stehen Menschen, die ihre Zeit investieren, damit Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird“, so der grüne Bundestagsabgeordnete.

Julian Joswig wirkte bei der Beladung des LKWs tatkräftig mit.

Rund 250 Menschen gehören Eifellicht e.V. an. Zwischen 30 und 50 von ihnen engagieren sich regelmäßig aktiv im Verein. Für seine Arbeit benötigt Eifellicht nach eigenen Angaben jährlich rund 150.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt vollständig über Spenden. Für Julian Joswig ist der Besuch deshalb vor allem ein Beispiel dafür, was bürgerschaftliches Engagement bewirken kann: „Eifellicht zeigt eindrucksvoll, dass Hilfe nicht immer kompliziert sein muss. Manchmal beginnt sie damit, dass Menschen sammeln, sortieren, einen LKW beladen und losfahren. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Respekt.“

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