Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse

Vergangene Woche traf ich den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Herrn Klaus Wende, in den Räumlichkeiten der KSK in Simmern. Wir haben uns über den aktuellen Wahlkampf, das Programm von Bündnis 90/Die Grünen und die Zukunft der Region ausgetauscht. Insbesondere über die Rolle der Banken bei der sozial-ökologischen Transformation sowie den anstehenden Zukunftsinvestitionen haben wir gesprochen. Vielen Dank für den guten Austausch!

Unterwegs im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Gemeinsam mit den Tourismuspolitischen Sprecher:innen der Grünen Landtags- und Bundestagsfraktion, Jutta Blatzheim-Roegler MdL und Markus Tressel MdB, habe ich am letzten Augustwochenende den Nationalpark Hunsrück-Hochwald besucht. Zunächst haben wir die IG Nationalparkbahn getroffen, die sich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit dafür einsetzt, die stillgelegten Schienen im Hunsrück entlang des Nationalparks zu reaktivieren. Der Hunsrück ist seit Jahrzehnten vom Schienennetz abgeschnitten und es braucht endlich eine Bundesregierung, welche die Reaktivierungen im ländlichen Raum aktiv angeht und attraktive Mobilitätsangebote schafft.

Zusammen mit Markus Tressel, MdB (2. v.l.) im Gespräch mit Vertretern der IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald

Im Anschluss sind wir dann zum Erbeskopf, der höchsten Erhebung im Hunsrück, gefahren und haben das dortige Nationalparktor im ehemaligen Hunsrückhaus besucht. Wir haben vor Ort die Ausstellung zum Nationalpark besucht und eine kleine Runde im Park gedreht. Der Nationalpark ist eine tolle Chance für die Region, damit sich der Urwald von morgen natürlich entwickeln kann und ein einzigartiges Biotop wird. Außerdem gibt es attraktive touristische Angebote, welche gerade im Bereich des sanften und naturnahen Tourismus noch ausgebaut werden können. Als Bundestagsabgeordneter möchte ich mich hierfür einsetzen.

V.l.n.r. Julian Joswig, Jeanne Dillschneider (GJ Saar), Markus Tressel MdB und Jutta Blatzheim-Roegler MdL

Besuch des Pelletwerks „wohl und warm“ in Morbach

Am vergangenen Freitag durfte ich unsere rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl Tabea Rößner MdB zu einem Besuch des Pelletwerks „wohl und warm“ in Morbach, in meinen Wahlkreis, begleiten. Mit dabei war auch die lokale Landtagsabgeordnete Jutta Blatzheim-Roegler. Vor Ort haben wir uns mit der Geschäftsführung und lokalen Mitarbeitenden des Betriebs über das Potenzial von Pellet-Heizungen sowie die lokale Wertschöpfung unterhalten. Das Pelletwerk produziert nachhaltige Holzpellets und befindet sich inmitten der Energielandschaft Morbach, welche nach vorheriger militärischer Nutzung nun eine tolle Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien vorgenommen hat.

Wasserstoffprojekt im Wahlkreis

Vergangenen Donnerstag war ich zu Besuch in Kaisersesch (Kreis Cochem-Zell), um mich gemeinsam mit prominenten Gästen über das Projekt „SmartQuart“ zu informieren. Seit zwei Jahren läuft das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 60 Millionen Euro ausgestattete Projekt in den drei Städten Essen, Bedburg und Kaisersesch.

In der Eifel soll in einem Reallabor erforscht werden, wie aus regenerativen Energien Wasserstoff erzeugt, gespeichert und verteilt werden kann. Allerdings ist das auf fünf Jahre angelegte Projekt noch weitgehend in der Planungsphase, zu sehen ist bisher nichts. Eine Vortragsreihe in Kaisersesch sollte nun zeigen, wie es um das „SmartQuart“ in der Eifel steht.

Die Grüne Staatssekretärin Katrin Eder (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (Rheinland-Pfalz) sowie Dr. Simone Peter, ehemalige Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen und Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energien waren in Kaisersesch, um sich über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren. Das Projekt ist ein spannendes Modell und Vorbild für ländliche Regionen, um klimafreundliche Wertschöpfung zu fördern und in Zukunftstechnologien zu investieren.

Im Gespräch mit Dr. Simone Peter (Bundesverband für Erneuerbare Energien)

Zusammen mit Staatssekretärin Katrin Eder am Bahnhof Kaisersesch

Einsatz für meinen Heimatort Bad Salzig – gegenReede

Gestern Abend habe ich Dr. Lea Heidbreder, Mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, und Wolfgang Treis, Leiter der SGD Nord, getroffen, um über den geplanten Reeden-Bau vor meinem Heimatort Bad Salzig zu sprechen. Das überdimensionale Planungsvorhaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist vielen Menschen vor Ort ein Dorn im Auge.

Die lokale Initiativve #gegenReede2.0 (die ich persönlich unterstütze) engagiert sich für mehr Transparenz und Mitbestimmung bei diesem Vorhaben, um die Schönheit des Welterbetals und des einzigen Mineralheilbades im Tal zu erhalten. Im Rahmen des gestrigen Termins konnte ich den Sachstand übermitteln und die Bedenken sowohl in Richtung Landespolitik als auch die obere Verwaltungsebene mitgeben. Vielen Dank an Lea und Wolfgang für die Unterstützung!

Im Gespräch mit Dr. Lea Heidbreder (Mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion) und Wolfgang Treis (Präsident der SGD Nord)

Die Zukunft des Tourismus: nachhaltig und regional vernetzt

Für den neuen Blog des Grünen Wirtschaftsdialogs (GWD) durfte ich ein paar Gedanken zur Zukunft des Tourismus aufschreiben. Die Branche wurde durch die Pandemie hart getroffen und verdient eine größere politische Aufmerksamkeit – denn sie schafft auch lokal Lebensqualität und Wertschöpfung in den Regionen. Der Beitrag ist auf der Webseite des GWD sowie im Folgenden stehend zu finden:

Julian Joswig ist Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaftler sowie Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen von Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz und Bundestagskandidat im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück.

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 haben viele Wirtschaftszweige, vor allem im Bereich der Dienstleistungen, enorme Schäden erlitten. Um die pandemische Ausbreitung des Virus zu stoppen, wurde das öffentliche Leben eingeschränkt – hiervon war auch der Tourismus mit seinen verschiedenen Facetten betroffen: die Gastronomie wurde auf den Verkauf von abgepacktem Essen beschränkt, der Kulturbetrieb kam zum Erliegen und durch Beherbergungsverbote und -einschränkungen blieben Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen leer. Viele familiengeführte Betriebe haben die Krise nicht oder nur schwer überstanden und es ist wichtig, dass die Branche nun auch langfristig die politische Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

In meiner rheinland-pfälzischen Heimat ist der Tourismus ein zentraler Wirtschaftsfaktor und wichtiger Arbeitgeber für tausende Menschen. Doch neben seiner ökonomischen Bedeutung bringt ein durchdachtes Tourismuskonzept auch für die Einheimischen viele Vorteile und Lebensqualität. Der Schutz von natürlichem Lebensraum sowie gezielte Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, bspw. die Reaktivierung von stillgelegten Bahntrassen oder der Ausbau von Radwegen und E-Ladestationen, erhöhen die Standortattraktivität und schaffen wichtige Impulse vor Ort. Dementsprechend muss Tourismus auch als vernetzende und strukturstärkende Branche gesehen werden, gerade in ländlichen Regionen.

Das Sprichwort „den Gästen einen guten Empfang bereiten“ hat mit Blick auf den schleppenden Breitbandausbau und Mobilfunklücken im ländlichen Raum einen tiefergehenden Sinn. Ein nachhaltiger Tourismus und Digitalisierung schließen sich nicht aus – im Gegenteil! Der Tourismus wird immer vernetzter und Angebote wie eine Nationalpark-App oder On-Demand-Mobilität werden genutzt, um abseits der Städte die vielfältigen Landschaften zu erkunden. Im Kontext der Digitalisierung ist es auch wichtig, dass die Branchenimpulse auf eine agile, moderne Verwaltung treffen. Gerade in Gaststätten und Beherbergungsbetrieben gehört die „Zettelwirtschaft“ noch zum Alltag dazu und es müssen endlich große Schritte beim Bürokratieabbau gemacht werden.

Die Tourismusbranche verdient eine größere Aufmerksamkeit und sollte durch bundesweite Förderungsangebote, etwa durch weitere Digitalisierungsprogramme und Modernisierungshilfen, auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft unterstützt werden. Auch fiskalpolitische Maßnahmen, wie bspw. eine harmonisierte Besteuerung in der Gastronomie, dürfen nicht pauschal abgelehnt werden. Die Branche muss wieder auf die Beine kommen, das ist nicht nur im Interesse der Beteiligten, sondern aller Menschen in den betroffenen Regionen. Der unternehmerische Neustart nach der Corona-Krise darf zugleich die existenziellen Bedrohungen der Klimakrise nicht verdrängen – gerade bei der ökologischen Modernisierung gibt es einen hohen Handlungs- und Investitionsbedarf, um dem gemeinsamen Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen.

Umso wichtiger wird es sein, dass der Staat den Betrieben eine umfassende Unterstützung und qualifizierte Beratung bietet. Gerade kleine und mittelständische Betriebe haben aktuell kaum Rücklagen für Investitionen, das muss der Gesetzgeber bei der Gestaltung von Modernisierungsprogrammen berücksichtigen. Ich plädiere dafür, dass die Politik den Tourismus stärker als Querschnittsthema behandelt und die föderalen Ebenen zukünftig enger zusammenarbeiten, um konkrete Strukturverbesserungen und Wertschöpfung in den Tourismusregionen zu schaffen. Insbesondere ein sanfter, naturnaher Tourismus birgt große Chancen für viele Destinationen der Bundesrepublik. Die Menschen im Land haben durch die besonderen Umstände der Pandemie die Nähe zur Natur und regionale Naherholung schätzen gelernt. Diese Angebote im naturnahen Bereich gilt es nun langfristig zu fördern und mit nachhaltigen Strukturmaßnahmen konkrete Wertschöpfung in die Regionen zu bringen.

Zu Besuch beim Hunsrück-Startup vonhanni

Im Rahmen meiner Wahlkreistour habe ich am Samstag das Hunsrücker Startup vonhanni in Tellig besucht. Mit regionalem Bio-Hafer einen leckeren und nachhaltigen Haferdrink herstellen – das ist die Idee von den Zwillingsschwestern Johanna und Maria Daubner, die gemeinsam das Startup gegründet haben. Dank eines erfolgreiches „Crowdfundings“ (Gruppenfinanzierung) werden die beiden nun die ersten Flaschen Hunsrücker Bio-Hafermilch vermarkten.

Der Erfolg des Startups vonhanni zeigt, dass man nicht unbedingt in die Großstadt ziehen muss, um ein innovatives Unternehmen aufzubauen. Im Gespräch erläuterten mir die Gründerinnen ihre weiteren Pläne und wünschten sich mehr politische Unterstützung für ökologische Geschäftsmodelle sowie Transparenz und weniger Bürokratie bei der Beantragung von Fördermitteln. Hierbei möchte ich sie umfänglich unterstützen.

Im neuen Koalitionsvertrag für Rheinland-Pfalz haben wir GRÜNE uns für weitreichende Gründerstipendien stark gemacht – das wollen wir nun auch im Bund tun und damit den vielen engagierten Gründerinnen und Gründern unter die Arme greifen. Als Bundestagsabgeordneter will ich gerade kleine und mittelständische Betriebe im ländlichen Raum unterstützen und somit die regionalen Strukturen unserer Heimat stärken. Deshalb: Zweitstimme Grün!

Julian Joswig, Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück
im Gespräch mit den beiden vonhanni-Gründerinnen Maria und Johanna Daubner

Die Hunsrückquerbahn muss endlich reaktiviert werden!

Die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn birgt ein riesiges Potenzial für unsere Heimat, kurzfristig zur Verlagerung von Gütern auf die Schiene, für touristische Zwecke (z.B. Anbindung an den Nationalpark Hunsrück-Hochwald) aber auch langfristig zur Schaffung von Angeboten im Personennahverkehr.

Heute Mittag war ich in Simmern, um mit einem Journalisten der FAZ sowie Vertreter:innen der IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald, dem Fahrgastverband PRO BAHN e.V. und der Betreiberfirma WRS Deutschland GmbH über die Reaktivierung zu sprechen.

Als Bundestagsabgeordneter will ich mich konsequent für die Reaktivierung einsetzen; die Menschen im Hunsrück verdienen eine ordentliche Infrastruktur und die Schiene wird zukünftig eine noch wichtigere Rolle in der Mobilität spielen. Deshalb braucht es endlich eine Bundesregierung, die mit der Reaktivierung der vielen stillgelegten Trassen im ländlichen Raum ernst macht und den engagierten Bahninitiativen unter die Arme greift anstatt sie auszubremsen – deshalb bei der Bundestagswahl GRÜN wählen!

Mit Mut und Verantwortung in die Zukunft – Mein Motto zur Bundestagswahl

Für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts braucht es eine mutige und verantwortungsvolle Politik, die das Leben aller Menschen verbessert und die Zukunft unseres wunderbaren Planeten sichert. Unser Handeln in der Klimakrise, der Umgang mit dem demographischen Wandel und der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft, die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts, etc. – die Menschen in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland verdienen eine Politik, die sich den großen Fragen unserer Zeit annimmt und nicht einzelne Probleme gegeneinander ausspielt.

Ich bin Optimist – sonst würde ich auch nicht in die Politik gehen wollen. Ich bin optimistisch, dass wir es mit einer klugen und konsequenten Klimapolitik schaffen, die globale Erwärmung auf 1,5° Celsius zu begrenzen, die Natur- und Artenvielfalt zu schützen und zugleich unsere Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen.

In meiner Heimat, dem Rhein-Hunsrück-Kreis, sieht man den Erfolg der Energiewende am wirtschaftlichem Aufschwung, an neuen Jobs im Handwerk oder den soliden Kommunalfinanzen. Als junger Kandidat aus dem ländlichen Raum will ich mich besonders für die Belange der Menschen in den Dörfern und Gemeinden einsetzen, die regionale Daseinsvorsorge auszubauen und gleichwertige Lebensverhältnisse an jedem Ort schaffen.

Wer etwas verändern will, sollte damit nicht warten – deshalb kandidiere ich als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück und auf Platz 6 der Landesliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz. Ich würde mich sehr über eure Unterstützung freuen, schreibt mir eure Ideen und Anliegen und lasst uns gemeinsam die Zukunft unserer Heimat gestalten! 💚

Grüne Rheinland-Pfalz im Dialog mit der BASF in Ludwigshafen

Die chemische Industrie steht vor einer großen Transformation, bei der zukünftig das Thema Kreislaufwirtschaft aber auch die Nutzung erneuerbarer Energien und der Einsatz von Wasserstoff eine wesentliche Rolle spielen werden. Gemeinsam mit dem Werksleiter Dr. Uwe Liebelt und weiteren Vertreter:innen des weltweit größten Chemiekonzerns haben wir uns über die anstehenden Transformationsschritte und die nötigen politischen Rahmenbedingungen ausgetauscht.

In unserem Wahlprogramm zur Bundestagswahl schlagen wir verschiedene industriepolitische Hebel vor, um die Betriebe bei der Transformation zu unterstützen. Im Kern steht ein Pakt zwischen Politik und Industrie, um durch entschlossenes Vorangehen entscheidende Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und damit klimagerechten Wohlstand zu sichern und Standards zu setzen. Alle Informationen zu unserem Vorschlag des Industriepaktes gibt es hier: https://www.gruene.de/artikel/ein-pakt-zwischen-industrie-und-politik

Foto: BASF; v.l.n.r. Prof. Dr. Armin Grau, Dr. Bernhard Braun MdL, Tabea Rößner MdB, Misbah Khan, Dr. Uwe Liebelt (BASF), Julian Joswig und Hannah Heller